Mitarbeiterinterviews als Podcast: Ein konkretes Format für Unternehmen im Allgäu
Wie sieht ein Arbeitstag in deinem Unternehmen tatsächlich aus? Welche Aufgabe fordert Erfahrung, und worauf ist das Team stolz? Ein Mitarbeiterinterview kann diese Fragen anhand konkreter Erlebnisse beantworten. Dafür braucht es keine auswendig gelernten Unternehmensbotschaften, sondern ein Gespräch, in dem Beschäftigte ihre Arbeit verständlich beschreiben können.
Eine Folge braucht eine überschaubare Frage
„Stell unser Unternehmen vor“ ist für viele Gäste eine schwierige Aufgabe. Wähle stattdessen einen konkreten Ausschnitt: den ersten Monat im Betrieb, ein anspruchsvolles Projekt oder einen typischen Arbeitsschritt. Das gibt Sicherheit und macht das Gespräch anschaulicher.
Für einen Betrieb im Allgäu könnte eine Folge beispielsweise fragen: „Wie wird aus einer Kundenanfrage ein fertiger Auftrag?“ Eine Mitarbeiterin schildert dabei ihre Aufgabe, während die Moderation unbekannte Abläufe nachfragt. Der regionale Bezug ergibt sich aus dem tatsächlichen Unternehmen und seinen Erfahrungen.
Geeignete Gesprächspartner und eine ruhige Vorbereitung
Wähle Menschen, die zum Thema etwas aus eigener Erfahrung erzählen möchten. Die Teilnahme sollte für sie nachvollziehbar und freiwillig sein. Erkläre vorab, wo das Interview erscheinen soll, ob Video aufgenommen wird und ob kurze Ausschnitte vorgesehen sind.
Ein kurzes Vorgespräch hilft, Beispiele zu finden und Grenzen zu klären. Vertrauliche Kundendaten, interne Zahlen oder persönliche Informationen anderer Personen gehören nicht beiläufig in die Aufnahme. Besprecht, welche Fälle sich ohne solche Details erzählen lassen.
Sechs Fragen für einen ehrlichen Einblick
- Welche Aufgabe hast du heute als Erstes erledigt?
- Was müssen Außenstehende wissen, um deinen Arbeitsschritt zu verstehen?
- Kannst du einen Moment beschreiben, in dem Erfahrung besonders wichtig war?
- Was hat dich am Anfang überrascht?
- Bei welcher Aufgabe unterstützt dich das Team?
- Was würdest du jemandem vor seinem ersten Arbeitstag erklären?
Wenn eine Antwort sehr allgemein bleibt, bitte um eine Situation. Aus „Bei uns arbeitet man gut zusammen“ kann die Geschichte werden, wie zwei Abteilungen ein konkretes Problem gelöst haben. Das ist informativer, ohne eine perfekte Arbeitswelt behaupten zu müssen.
Die Moderation sollte neugierig sein dürfen
Eine Person aus dem Unternehmen kennt viele Begriffe bereits. Für das Publikum sind sie möglicherweise neu. Vereinbart deshalb, dass Rückfragen ausdrücklich erwünscht sind: „Was bedeutet das in der Praxis?“ oder „Kannst du den Ablauf an einem Beispiel erklären?“
Bei zwei Gästen sollte klar sein, wer für welchen Teil des Ablaufs spricht. Eine Moderation mit zwei Mitarbeitenden passt zu einem Gespräch mit drei Stimmen. Plant lieber zwei vertiefte Beispiele als zehn nur kurz angesprochene Themen.
Nachbearbeitung und Freigabe vorher organisieren
Bestimmt vor der Aufnahme, wer die Schnittfassung prüft und wer die Veröffentlichung freigibt. Gebt dafür einen realistischen Zeitrahmen vor. Wenn mehrere Personen unabhängig voneinander Feedback schicken, sammelt die Rückmeldungen an einer Stelle.
Für einen ersten Test genügt eine einzelne Folge mit einem klaren Thema. Prüft danach, welche Fragen verständlich waren, wo Erklärungen fehlten und ob der Produktionsaufwand in euren Arbeitsalltag passt. Erst daraus sollte die Planung einer regelmäßigen Reihe entstehen.
Ein Gespräch bei Kempten aufnehmen
Das Podcaststudio von acht7vier bei Kempten bietet Raum für bis zu drei gleichzeitig sprechende Personen. Nach einer Einweisung nutzt ihr das Studio selbst. Zusätzliche Unterstützung lässt sich nach Bedarf gegen Aufpreis vereinbaren.
Schickt uns Thema, Besetzung und Wunschtermin für euer Mitarbeiterinterview.
